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Die Schäffler tanzen im AURA-HOTEL

Kaum ist Weihnachten vorbei halten die Maschkara Einzug im Ammertal und wir dürfen Ihnen mit großer Freude verkünden, dass die Murnauer Schäffler bei uns ihren traditionellen Tanz

am 19. Januar um 15:45 Uhr vor dem Hotel aufführen werden.

Nur alle sieben Jahre findet dieses Spektakel in unserer Region statt – seit 1859 und mithin seit nunmehr 160 Jahren hat es der Verein zur Erhaltung des Murnauer Schäfflertanzes e.V., als einer der ältesten in ganz Bayern geschafft, diese Tradition aufrecht zu erhalten, an die jeweils nächste Generation weiter zu geben und stets den tieferen Sinn des Schäfflertanzes zu erfüllen:

Lebensmut zu verbreiten und die Menschen mit Frohsinn und Heiterkeit anzustecken.

Zusammen mit dem Jugend- und Blasorchester Murnau werden die Schäffler vom Dreikönigstag bis zum Faschingsdienstag voraussichtlich über 160 Tänze aufführen.

Der Rotary Club Murnau-Oberammergau spendet diesen Tanz am AURA-HOTEL und lädt alle recht herzlich ein, wenn „d’Schaffla kemma“ !

Wir sorgen gleichzeitig für die passenden Heißgetränke auf der Terrasse, denn der Tanz findet im Freien statt.

Wissenswertes zum „Tanz der Schäffler“

Das Handwerk der Schäffler ist ein alter, traditionsreicher Beruf, der bereits im frühen Mittelalter existierte. Es gibt in Deutschland verschiedene Bezeichnungen für diesen Berufsstand, abgeleitet von den Gefäßen, die sie herstellten.

In Südbayern heißen oben offene Gefäße „Schaff“ (z.B. Wasch-Schaff) wovon sich die Bezeichnung „Schäffler“ ableitet. Es wurde unterschieden zwischen „Weißgeschirr-Schäfflern“ (Krüge, Schöpfer, Badewannen etc.) und „Faß-Schäfflern“. Auch heute ist das Schäfflerhandwerk noch lebendig, allerdings werden kaum mehr echte Gebrauchsgegenstände gefertigt sondern meist Dekorationsstücke.

Heuer zelebrieren wieder mehr als 100 Mitwirkenden den überlieferte Schäffler-Tanz nach alter Tradition vom Dreikönigstag bis zum Faschingsdienstag.

Der Brauch geht auf die Münchner Zunft der Fasshersteller – auf Bayrisch „Schäffler“ zurück, die bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts eine bunte Reihe von Tanzfiguren im Repertoire hatten, um die Bevölkerung bei Laune zu halten. Ursprünglich – so sagt die Legende – sollte der Schäfflertanz sogar bereits vor 500 Jahren den durch Pestepidemien gebeutelten Bewohnern Münchens wieder Zuversicht und Lebensfreude geben. Fest steht, dass Schäfflergesellen ab 1830 den Brauch in ganz Altbayern verbreiteten, und bis heute vermittelt das Spektakel sprühende bayrische Lebensfreude.

Zu den Klängen der Blasmusik schwingen Männer in traditioneller Schäfflerkluft mit Eiben- oder Buchsbaumzweigen umwundene Bögen und bilden so die verschiedensten Tanzfiguren – von der „Schnecke“ über das „Sommerhaus“ bis hin zur „Krone“. Nach alter Sitte gehören zum Schäfflertanz aber nicht nur Vortänzer und Tänzer. Das traditionelle Ensemble braucht auch Fahnenträger, Hanswurstel, Reifenschwinger und Triebler. Für rhythmische Akzente sorgen die Triebler oder Fass-Schläger, die mit ihren Hämmern auf Holzfässer trommeln. Auf Fässern balancierende Reifenschwinger zeigen ihre Künste mit bayrisch weiß-blauen Holzreifen, und die Hanswurstel – früher ganz einfach Spaßmacher – nehmen mit ihren Possen heute durchaus auch aktuelle Themen aufs Korn.

Neben dem „Schäfflertanzverein Partenkirchen e. V.“ halten die Mitglieder des „Vereins zur Erhaltung des Murnauer Schäfflertanzes e.V.“ diese Tradition bei uns im Landkreis aufrecht.

Wie kam der Schäfflertanz nach Murnau?

Murnau hatte früher 11 Brauereien und einige Schäfflerfamilien übten in Murnau ihr Handwerk aus. Die Schäfflergesellen verbrachten ihre Lehrzeit auswärts, viele in München, wo es wegen der großen Brauereien gute Arbeitsmöglichkeiten für Schäffler gab. So tanzten Murnauer Schäffler schon immer beim Münchner Schäfflertanz mit.

1857 brannte fast der gesamte Murnauer Markt ab. In den beiden nächsten Jahren wurden die Häuser wieder aufgebaut und 1859 die Mariensäule wieder aufgestellt. Es fand ein großes Fest statt, das die örtlichen Vereine und Zünfte gestalteten.

Der „Schaffler-Michl“, zu jener Zeit „Vereinskommissär“, (Vorstand der Schäfflerzunft) organisierte mit Nachbar Martin Bierling, Freunden und idealistisch gesinnten Bürgern die Aufführung des Schäfflertanzes.

Seitdem wurde dieser Brauch beibehalten.

© Alle Bilder wurden uns freundlicherweise von Herrn Markus Göhmann zur Verfügung gestellt.